Häufige Fragen

Häufige Fragen

Sie haben Fragen? Wir antworten Ihnen gerne: Hier finden Sie häufig gestellte Fragen unserer Kunden.

Es ist wichtig einer Hörminderung zum frühest- möglichen Zeitpunkt mit dem geeigneten Hörsystem entgegenzuwirken. Denn die Hörminderung schreitet häufig schleichend voran. 

Wenn Sie bislang noch nie ein Hörgerät getragen haben, sind Sie Erstanwender/in und benötigen selbst einige Zeit der Eingewöhnung. Denn das Hören mit dem Gerät muss, ähnlich wie Übungen mit einem Sportgerät, zunächst wieder trainiert werden. Das erklärt sich so:

Bestimmte Nervenbahnen sind zuständig, die Höreindrücke von unserer Hörschnecke zum verarbeitenden Zentrum im Gehirn weiter zuleiten. In den Bereichen der Nervenbahnen, die zunehmend nicht mehr stimuliert werden, kommt es zur Hörminderung. 

Der Nervenbahn ergeht es hier vergleichbar wie einem Muskel, der nicht mehr gereizt und gefordert wird und dadurch erschlafft und abbaut. 

Wenn Ihnen zum ersten Mal auffällt, dass Ihr Hörverstehen möglicherweise nachlässt, weil es Ihnen schwer fällt, entspannt an Gesprächen teilzunehmen, haben Sie meist schon einen leichten bis mittelgradigen Hörverlust. 

Reagiert man nun nicht schnell mit einer individuellen Hörgeräteanpassung, kann es zur Folge haben, dass die Nervenbahnen verkümmern. Das Sprachverstehen ist dann häufig bereits derart beeinträchtigt, dass auch ein Hörsystem den Schaden nicht mehr vollständig ausgleichen kann. 

Ähnlich wie bei einer untrainierten Muskulatur geht es auch den Nervenbahnen in Ihrem Gehör, die trainiert werden müssen, das Erreichen einer Lautstärke zu tolerieren, was Sie für eine problemlose Teilnahme an Gesprächen benötigen. 

In unserer Fachsprache rund um die individuelle Anpassung von Hörsystemen sind zwei Begriffe relevant für Erstanwender/ innen: einerseits die Eingewöhnungszeit- andererseits der Begriff der Zielverstärkung, was wir Ihnen kurz erklären möchten:  die Anpassung von Hörsystemen beginnt zu Anfang der Eingewöhnungszeit im Normalfall bei etwa 70-85% Zielverstärkung und wird dann schrittweise höher eingestellt bis 100% erreicht werden.   

Je kleiner der Hörverlust zu Beginn der Anpassung noch ist, desto kürzer ist die Eingewöhnungszeit, und desto geringer die Differenz bei der Zielverstärkung.

Ein Anzeichen für eine beginnende Hörminderung ist, wenn Sie in Umgebungen mit höherer Geräuschkulisse plötzlich häufiger Nachfragen müssen, um am Gespräch teilzunehmen, weil Sie akustisch etwas nicht verstanden haben. 

Oder:

Personen aus Ihrer engeren Umgebung machen Sie darauf aufmerksam, dass Sie den Ton ihres Fernsehapparates zu laut eingestellt haben.

Oder:

Die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben erscheint Ihnen zunehmend mühevoll und bereitet weniger Freude, weswegen Sie sich mehr und mehr daraus zurückziehen. 

Die Preise für Hörgeräte variieren und liegen derzeit zwischen 700 € und 3000 €. In welchem Umfang die Kosten durch Ihre Kasse übernommen werden, hängt von Ihrer Kasse und der Auswahl ihres Hörsystems ab. 

Gesetzliche Krankenkassen bezuschussen eine Hörgeräteversorgung mit ca. 700€

Private Krankenkassen übernehmen in der Regel pro Ohr ca. 1500€. Dies kann je nach Vertrag, den Sie mit Ihrer Versicherung abgeschlossen haben, mehr oder weniger sein.

Wenn Sie Beihilfe beziehen, wird Ihnen ein höherer Betrag als 1500€ pro Ohr erstattet.

Sobald eine Hörminderung eintritt, geschieht dies in der Regel auf beiden Ohren. Nicht aus einer  zufälligen Laune der Natur haben wir zwei Ohren entwickelt und unser Hörsinn generiert sich aus den Informationen aus akustischen Schallwellen, die auf beiden Seiten unseres Kopfes an beiden Ohren ankommen. 

In weniger als einer tausendstel Sekunde kann das Gehirn eine Geräuschquelle orten, und ob ein Ton von rechts oder links naht. So hilft uns das Gehör nicht nur bei der Orientierung, beispielsweise im Strassenverkehr, sondern warnt uns auch vor drohender Gefahr. Auch in einer Gesprächsrunde oder vor dem Fernseher folgen Sie besser dem Gesagten und sind gut aufnahmefähig, wenn beide Ohren gleichermaßen gut versorgt sind. Mit nur einem Hörgerät bleibt ihr Hörsinn unzuverlässig. 

Bei Ihrer individuellen Hörgeräte-Anpassung prüfen wir natürlich, ob die Hörminderung in ihrem Fall nur an einem Ohr vorliegt, was aber- wie bereits erwähnt- nur sehr selten der Fall ist. 

Welches Gerät für Sie das Richtige ist, unter Berücksichtigung Ihres Budgets, Geschmacks und für Ihre persönlichen Bedürfnisse, können wir gemeinsam mit Ihnen hier im Hörzentrum herausarbeiten. Dafür bieten wir Ihnen unverbindlich die individuelle Hörgeräteversorgung an. 

Lesen Sie weitere Informationen unter : „Was geschieht bei einer Hörgeräteversorgung?“ 

Die Hörgeräteversorgung ist ein individueller Anpassungsprozess. Das Ausprobieren und die Anpassung unterschiedlicher Hörsysteme sind grundsätzlich in unseren Hause unverbindlich und kostenlos. 

Unsere Kunden gelangen zu uns, entweder aufgrund einer Ohrenärztlichen Verordnung für Hörhilfen, oder weil Ihnen selbst bereits ein Verdacht auf Hörminderung gekommen ist. 

Beim ersten Beratungstermin, der etwa eine Stunde Zeit in Anspruch nimmt, wird der kostenlose Hörtest an Ihnen durchgeführt, um ihre persönlichen audiometrischen Daten zu erfassen.  

Wir programmieren bereits ein erstes Hörgerätepaar und weisen Sie in die Bedienung ein, damit Sie dieses anschließend gleich für circa eine Woche in ihrem Lebensalltag testen können. 

In der Folgezeit können wir insgesamt zwei bis vier verschiedene Hersteller mit Ihnen testen, bis wir das passende Gerät für Sie finden. Jeder Hersteller bietet mit einer gemeinsamen Chip - Plattform vier unterschiedliche Preisklassen und damit Qualitätsstufen an. Sobald wir den richtigen Hersteller für Sie ermittelt haben, suchen wir mit Ihnen das Produkt heraus, das Ihnen das beste Preis-Leistungsverhältnis bietet. 

Bleiben am Ende des Anpassungsprozesses immer noch Zweifel, für welches Gerät Sie sich entscheiden sollen, dürfen Sie gerne auch zwei unterschiedliche Paare mitnehmen, damit Sie diese in konkreten Situationen auswechseln und hierbei vergleichen können.   

Die Dauer einer Hörgeräteversorgung lässt sich nicht pauschal voraussagen. Der Anpassungsprozess ist bei jeder Erstanpassung individuell unterschiedlich und nimmt deshalb unterschiedlich viel Zeit in Anspruch.

Aber weil es um Ihre Hörgesundheit geht, nehmen Sie sich die Zeit, die es in Anspruch nimmt, um ihrer Hörminderung entgegenzuwirken. Wir nehmen Sie uns gerne. Während der Versorgung arbeiten wir aufmerksam und effizient mit Ihnen an Ihrem Hörvermögen. 

Ist eine gewisse Zeitspanne seit der Erstversorgung verstrichen, wird es Zeit für neue Hörsysteme.

Ist die Erstversorgung abgeschlossen, erhalten Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen alle sechs Jahre den Zuschuss für neue Systeme.

Private Kassen übernehmen die Kosten für neue Systeme in der Regel alle 4-5 Jahre.

Eine vorzeitige Versorgung wird in Ausnahmefällen genehmigt, sollte sich beispielsweise ein plötzlich grösserer Hörverlust einstellen. 

Wenn Sie auf Zuschüsse bei der Finanzierung verzichten, können Sie selbstverständlich auch jederzeit bei uns neue Hörsysteme privat erwerben. 

Eine Nachbetreuung ist wichtig, denn gegebenenfalls muss immer etwas nach justiert werden. Ihre Hörgesundheit zu verbessern ist unsere Aufgabe. Deshalb entlassen wir Sie nach abgeschlossener Erstversorgung aus unserem Hause stets mit einem bereits vereinbarten Termin für die Nachbetreuung. Nach der Erstversorgung bieten wir Ihnen alle drei Monate kostenlose Routinekontrollen an.

Halbjährlich erfolgt die umfassende Überprüfung Ihres Hörsystems mit einem ausführlichen Hörtest und auf Basis der Ergebnisse gegebenenfalls die Neueinstellung Ihrer Hörgeräte. Verschleißteile tauschen wir Ihnen nötigenfalls hierbei gleich aus und ersetzen sie durch Neue. 

Damit ist gewährleistet, dass Sie jederzeit mit optimal eingestellten Hörsystemen unterwegs sind. 

Es gibt unterschiedliche Ursachen, weswegen die Funktionalität der Geräte eingeschränkt sein kann, einige davon kann man selbst beheben.

Das Gerät ist verunreinigt und durch Ohrenschmalz verstopft. Hier reicht es bei Hinter-dem-Ohr- Geräten aus, die Stöpsel vom Lautsprecher zu entfernen und die Stöpsel gründlich zu reinigen. 

Ist die Funktionalität weiterhin nicht wieder hergestellt, könnte eine zweite Fehler-Ursache der Filter vor dem Hörer sein, kontrollieren Sie diesen und tauschen Sie den Filter gegebenenfalls aus. 

Wenn Sie ein Im-Ohr-Gerät besitzen, dass nicht mehr funktioniert, kontrollieren Sie als erstes den Filter. 

Aber auch Feuchtigkeit kann die Funktionsfähigkeit beeinträchtigen. Ist möglicherweise die Elektronik feucht geworden, dann entnehmen Sie dem Gerät sofort die Batterie und trocknen Sie diese mehrere Stunden an einem trockenen warmen Ort (beispielsweise auf der Heizung). 

Auch durch Schweiß kann sich eine Wassersäule im Schallschlauch bei Hörsystemen mit Ohrpassstück bilden, diese kann aber einfach mit einem speziellen Blasebalg entfernt werden.

Sollte keine dieser Maßnahmen bei Ihrem Hörsystem die Funktionalität wieder hergestellt haben, sprich funktioniert das System immer noch nicht, dann kommen Sie bitte schnellstmöglich in eines unsere Fachgeschäfte, damit wir Ihnen den Fehler beheben können. 

Wir setzen alles daran, Ihre Hörgeräte für Sie stets so einzustellen, dass ihr Hörvermögen optimiert ist. Stellt sich ein negatives Gefühl bezüglich ihrer Systeme ein, zögern Sie bitte nicht einen Termin mit uns zu vereinbaren und unseren kostenlosen Service zu nutzen, wodurch wir Ihnen helfen möchten, bei ihrer Entscheidung für das Tragen von Hörsystemen zu bleiben und nicht einfach wieder aufzugeben und den Hörverlust hinzunehmen.   

Das Tragen der Geräte ist nicht nur Gewöhnungs- sondern insbesondere auch Einstellungssache, hierbei stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite ohne dies in Rechnung zu stellen. Diesen Service erhalten auch Kunden, die ihre Geräte andernorts erworben haben.